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schneemann

Suchtbolzen

  • "schneemann" started this thread

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Tuesday, August 3rd 2021, 2:43pm

Stellantis: Mit Milliarden nach den Sternen greifen

Stellantis: Mit Milliarden nach den Sternen greifen - derstandard.at, 01.08.2021

Seit Jänner ist die Fusion von PSA mit Fiat-Chrysler besiegelt. Nun präsentierte der Konzern eine 30-Milliarden-Euro-Strategie zur Elektrifizierung seiner Marken bis 2025

Es ist ja nicht so, dass Stellantis damit völlig allein stünde auf weiter Flur. Seit ein, zwei Jahren vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein Konzern seine Strategie für die Zukunft vorgestellt oder nachgeschärft hätte. "Environmental Challenge 2050" heißt das etwa bei Toyota, "Renaulution" bei Renault, "Strategy 2025" bei Hyundai, Kia hat sich für "Plan S" entschieden, Jaguar Land Rover für "Destination Zero", BMW für "Power of Choice", Mercedes für "Electric first" etc.

Allen gemeinsam ist der Umstand, dass darin die Mobilitätswende beschworen wird, so auch in der "Roadmap" von Stellantis. Der Konzern mit der galaktischen Assoziation im Firmennamen greift dabei allein bis 2025 mit 30 Milliarden Euro nach den Sternen, doch zunächst ein paar grundsätzliche Worte.

Auch das passiert nicht zum ersten Mal, dass offizielle Diktion und Realität divergieren. Als Daimler-Chrysler 1998 nicht nur als "Hochzeit im Himmel" bejubelt, sondern als Botschaft an die Aktionäre, als "Fusion unter Gleichen" verlautbart wurde, war schnell klar, dass das eine Übernahme des US-Konzerns durch den deutschen war.

Sehen wir uns Stellantis an, bietet sich ein nicht unähnliches Bild. Auch hier heißt es offiziell, zwei gleichberechtigte Partner hätten sich für ein Zusammengehen auf Augenhöhe entschieden. Tatsächlich stellt sich das aber im echten Leben zunehmend so dar, dass die Franzosen den Ton angeben. PSA (Peugeot, Citroën, Opel, DS etc.) stellt sechs, FCA (Fiat-Chysler) fünf Aufsichtsratssitze, der einstige PSA-Chef Carlos Tavares ist für das operative Geschäft zuständig, von italienischer Seite tritt John Elkann aus dem Agnelli-Clan in Erscheinung, als Aufsichtsratsvorsitzender.

Unter dem Finanzgenie Sergio Marchionne hat FCA ein Vermögen angehäuft, auf das ein Dagobert Duck neidisch sein könnte. Allein, ein "Carguy" war der Bursche sicher nicht, ganz anders als Tavares. Aufgrund dessen breitet sich die PSA-Markenwelt auf zwei hocheffizienten Plattformen aus: CMP (Common Modular Platform) betrifft kleinere Formate, EMP2 (Efficient Modular Platform 2) größere. Darauf bzw. deren Nachfolger dürfte es FCA primär abgesehen haben, und PSA kommt der Geldsegen gerade recht, um die Herausforderungen der Zukunft zu stemmen.

Handschriftenkunde

Damit zur Roadmap, die erkennbar vor allem französische Handschrift trägt und konsequenterweise bei einem groß angelegten "Stellantis EV Day" von Carlos Tavares präsentiert wurde.

Vorgesehen sind, wie gesagt, allein bis 2025 Investitionen von über 30 Milliarden Euro – in Elektrifizierung und Software. Bis 2030 werden die erwähnten beiden PSA-Plattformen – etwas direkt Vergleichbares existiert bei FCA nicht – sukzessive durch vier Architekturen für sämtliche 14 Konzernmarken ersetzt; und beim Absatz sollen dann in Europa über 70, in den USA über 40 Prozent auf emissionsarme Fahrzeuge entfallen, stellt der Plan weiters in Aussicht. Wobei "emissionsarm" batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride meint.


STLA Small, Medium, Large und Frame heißen diese vier Plattformen. Wer welche entwickeln soll, wurde nicht kommuniziert, steht also in den Sternen, die Italiener könnte man sich gut vorstellen für Small, sofern es denn überhaupt klar umrissene Zuständigkeiten in dieser Angelegenheit gibt.

Die Elektroautos auf Small, wohl Typen in der Größenordnung Fiat 500 oder Panda, bis Peugeot 208 und Opel Corsa, sollen auf bis zu 500 km Reichweite kommen. Bei jenen auf STLA Medium stehen bis zu 700 km im Lastenheft, für den Rest bis zu 800, wobei auf Frame-Basis die großen US-SUVs und -Pick-ups (wie Dodge Ram) sowie leichte Nutzfahrzeuge aus Europa stehen werden.

Beim Antrieb bringt Stellantis drei skalierbare E-Module (EDM) in Stellung, für Front-, Heck-, Allradantrieb und 4xe – Letzteres ist bereits von Jeep her bekannt und meint allradbetriebene Plug-in-Hybride.

Was das alles zum Beispiel für Opel bedeutet, wurde bereits kundgetan. Kernpunkte: Ab 2028 wird es in Europa nur noch batterieelektrische Opels geben. Zudem sind die Weichen gestellt für den Marktstart der Deutschen in China – ebenfalls als rein elektrische Marke. Ab wann, wird aber noch nicht verraten.

Wie der enorme Batteriebedarf abgedeckt werden soll, hingegen schon: Bis 2025 will sich Stellantis Akkus in der Kapazitätsgrößenordnung von über 130 Gigawattstunden sichern, 260 bis 2030, was man abdecken will aus fünf Gigafactories in Europa und Nordamerika. Auch in diesem Kapitel des Fahrplans gilt also: besser gleich groß denken.

Bei der Schnellladepotenz will der Großkonzern ebenfalls ganz vorn mitspielen, im Visier ist ein Ladetempo von 32 km pro Minute, und Detail am Rande: Festkörperbatterien sollen 2026 eingeführt werden.

Man darf jedenfalls gespannt sein auf die ersten Stellantis-Mobile auf den neuen Plattformen. Speziell auf die italienischen und US-amerikanischen.